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Amazon-Updates

Amazon SP-API-Gebühren: Der $1.400-Plan, den Amazon gestoppt hat

Amazon wollte ab 2026 $1.400 pro Jahr plus Nutzungsgebühren für die SP-API verlangen und hat den Plan im Mai gestoppt. Was das für deine Tool-Kosten heißt.

Ekaterina Rubtcova
7 Min. Lesezeit Aktualisiert
Entwicklerkonsole mit Amazon SP-API-Zugangsbildschirm
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Update Oktober 2026: Die kostenpflichtige SP-API kommt nicht. Mitte Mai 2026 hat Amazon eine Mitteilung mit dem Titel „Cancellation of Third-Party Developer Selling Partner API (SP-API) Fees” veröffentlicht. Darin heißt es, Amazon werde die Nutzungs- und Jahresgebühren für die SP-API „derzeit nicht weiterverfolgen”. Dieser Artikel erklärt, was geplant war, was sich geändert hat und was das für die Tools bedeutet, für die du bezahlst.

Im November 2025 hatte Amazon angekündigt, dass die Selling Partner API (SP-API) für Drittanbieter-Entwickler nicht mehr kostenlos sein soll: ein Jahresabo von $1.400 ab dem 31. Januar 2026, dazu monatliche Nutzungsgebühren nach Anzahl der API-Aufrufe ab dem 30. April 2026. Zahlen sollten die Firmen hinter Repricern, Analytics-Dashboards und anderen Verkäufer-Tools, nicht die Verkäufer selbst. Deshalb rechneten viele Verkäufer damit, dass ihre Software-Abos teurer werden.

Kernerkenntnisse

  • Amazons Plan: $1.400 pro Jahr für jeden Drittanbieter-Entwickler, dazu gestaffelte Gebühren für GET-Aufrufe über einem Freikontingent.
  • Verkäufer und Vendoren, die die SP-API nur für ihr eigenes Geschäft nutzen, sollten nichts zahlen.
  • Mitte Mai 2026 hat Amazon die Jahres- und die Nutzungsgebühren „derzeit” gestrichen.
  • Stand Oktober 2026 gibt es keine SP-API-Gebühr. Sie ist also kein Grund für einen Tool-Anbieter, die Preise zu erhöhen.
  • „Derzeit” lässt die Tür offen. Ein anderes Bezahlmodell könnte später zurückkommen.
Amazon FBA 2026: The New Paid API & What It Means for Your Business

Was die SP-API ist

Die Selling Partner API ist Amazons offizielle Schnittstelle, über die externe Software Verkäuferdaten lesen und schreiben kann: Bestellungen, Bestand, Listings, Berichte und Gebühren. Du kannst dich jederzeit in Seller Central einloggen und einen Bericht von Hand herunterladen. Die API ist die automatisierte Variante: Deine Tools rufen dieselben Daten regelmäßig ab und arbeiten damit.

Ein großer Teil des typischen Tool-Stacks hängt daran: Repricer, Gewinn-Dashboards, Bestands- und Nachbestellungsplaner, Listing-Tools. Werbedaten laufen anders: PPC-Tools nutzen die separate Amazon Ads API, und die war nicht Teil des Gebührenplans.

Was Amazon geplant hatte

Laut Berichten über die Ankündigung vom 3. November 2025:

ElementGeplante Bedingungen
Jahresabo$1.400 pro Jahr und Drittanbieter-Entwickler, ab 31. Januar 2026
Basic-Stufe2,5 Mio. GET-Aufrufe pro Monat inklusive
Pro-Stufe$1.000 pro Monat für 25 Mio. GET-Aufrufe
Plus-Stufe$10.000 pro Monat für 250 Mio. GET-Aufrufe
EnterpriseIndividuell mit Amazon verhandelt
Überschreitung$0,40 pro 1.000 Aufrufe über dem Stufenlimit
Start der Nutzungsgebühren30. April 2026

Gezählt werden sollten nur GET-Aufrufe, also das Lesen von Daten. Schreibende Aufrufe wie PUT, PATCH und POST blieben außerhalb der Stufen und unterlagen nur den normalen Rate Limits. Verkäufer, die eine eigene Integration nur für ihr eigenes Geschäft bauen, waren ausgenommen.

Für einen großen Anbieter sind $1.400 im Jahr vernachlässigbar. Das eigentliche Thema waren die Nutzungsstufen für datenintensive Tools, die Amazon ständig abfragen. Am stärksten betroffen wären kleine Tools mit wenigen Kunden gewesen.

Was danach passiert ist

Nach Kritik aus der Entwickler-Community hat Amazon Mitte Mai 2026 die Absage veröffentlicht. Der Kernsatz: Amazon werde die SP-API-Nutzungs- und Jahresgebühren „derzeit nicht weiterverfolgen”. Außerdem kündigte Amazon an, das Dashboard mit der Gebührenvorschau aus dem Solution Provider Portal zu entfernen. Entwickler, die bereits eine Kreditkarte hinterlegt hatten, können sie dort löschen.

Stand Oktober 2026 zahlen also weder Drittanbieter-Entwickler noch Verkäufer an Amazon für den SP-API-Zugang.

Was das für deine Tool-Kosten bedeutet

Keine SP-API-Gebühr heißt kein SP-API-Aufschlag. Wenn ein Anbieter deinen Preis erhöht oder eine Zusatzposition eingeführt und dabei auf Amazons API-Gebühren verwiesen hat, frag nach, wofür diese Gebühr jetzt steht. Die Kosten, mit denen er geplant hat, gibt es nicht.

Preise können trotzdem aus anderen Gründen steigen. Hosting, KI-Funktionen, Support oder schlicht eine neue Preisstrategie sind legitime Gründe. Beurteile ein Tool nach dem, was es leistet, nicht nach dem Etikett der Preiserhöhung.

Plane eine mögliche Rückkehr ein. „Derzeit” heißt nicht „nie”. Amazon hat gezeigt, dass es bereit ist, für die Software-Schicht Geld zu verlangen, und ein überarbeiteter Plan könnte in anderer Form zurückkommen. Kleine Tools mit dünnen Margen wären dann wieder am stärksten betroffen.

Wie ich laufende Software-Kosten in der Stückkostenrechnung betrachte, steht in dem 50-Cent-Fehler: Kleine monatliche Beträge summieren sich genauso wie kleine Gebühren pro Einheit.

Warum Amazon das vorgeschlagen hat (meine Einschätzung)

Als Einnahme brauchte Amazon die $1.400 pro Jahr und Entwickler nicht, für ein Unternehmen dieser Größe ist der Betrag winzig. Zwei Erklärungen halte ich für plausibler. Beides ist meine Meinung, keine Aussage von Amazon:

  • Last- und Qualitätskontrolle. Ein funktionierendes Amazon-Tool zu bauen ist mit KI-Assistenten viel einfacher geworden. Nutzungsabhängige Preise sind ein sauberer Weg, ineffizientes, massenhaftes Abfragen zu bremsen.
  • Test eines Datengeschäfts. Geld für Datenzugang zu verlangen ist ein Geschäft mit hoher Marge. Der Plan könnte ein erster, vorsichtiger Schritt gewesen sein, und die Absage heißt nicht, dass die Idee vom Tisch ist.

Warum baut Amazon diese Tools nicht selbst?

Das wundert mich ehrlich gesagt. Amazon hat die Daten und die Entwickler, trotzdem verkauft eine ganze Drittanbieter-Branche Repricer, Gewinn-Dashboards und PPC-Manager. Meine zwei Vermutungen: Ausgereifte Verkäufer-Tools haben neben Gebühren und Werbung einfach keine Priorität. Und ein radikal einfacheres natives PPC-Tool könnte das Werbebudget verringern, das neue Verkäufer beim Lernen verbrennen. Ich behaupte nicht, dass Letzteres der Grund ist, nur dass der Anreiz bemerkenswert ist. Wie du Kampagnen ohne unnötige Ausgaben führst, steht in meinem PPC-Strategie-Leitfaden.

Was Verkäufer jetzt tun sollten

  1. Tool-Stack prüfen. Liste jeden bezahlten Service auf, der auf deine Seller-Central- oder Werbedaten zugreift, und was du dafür zahlst. Überschneidungen sind häufig; wie du schlanker arbeitest, steht in den Produktivitätstipps für Amazon-Seller.
  2. API-begründete Preiserhöhungen hinterfragen. Wenn ein Anbieter Amazons SP-API-Gebühren angeführt hat, frag, ob der Aufschlag jetzt wegfällt.
  3. Einen kleinen Puffer für Software einplanen. Amazon kann die Entwicklerbedingungen wieder ändern, und Anbieter geben Kosten weiter. Rechne deine SKUs mit der schwächsten Marge mit realistischen Software-Kosten nach. Für die Kostenseite siehe FBA-Kosten in Deutschland.

FAQ

Was ist die Amazon SP-API?

Die Selling Partner API ist Amazons offizielle Schnittstelle, über die Software deine Verkäuferdaten automatisch lesen und aktualisieren kann: Bestellungen, Bestand, Listings, Berichte und Gebühren. Die meisten Verkäufer-Tools hängen davon ab, deshalb wirkt sich jede Änderung ihrer Bedingungen auf deine Software-Rechnungen aus.

Was kostet die SP-API jetzt?

Nichts zusätzlich. Amazon hatte $1.400 pro Jahr und Drittanbieter-Entwickler plus Nutzungsgebühren für GET-Aufrufe geplant, hat aber beides Mitte Mai 2026 gestrichen. Stand Oktober 2026 gibt es keine SP-API-Gebühr.

Wird mein Helium-10- oder Jungle-Scout-Abo deswegen teurer?

Nicht wegen SP-API-Gebühren, denn die wurden gestrichen. Große Anbieter hätten die Jahresgebühr ohnehin leicht verkraftet; am stärksten betroffen wären kleine Tools mit wenigen Kunden gewesen. Was im Helium-10-Abo steckt, steht in meinem Helium-10-Test.

Hat Amazon die kostenpflichtige SP-API verschoben oder abgesagt?

Abgesagt, vorerst. In Amazons Mitteilung heißt es, man werde die SP-API-Nutzungs- und Jahresgebühren „derzeit nicht weiterverfolgen”. Ein überarbeiteter Plan kann in Zukunft trotzdem kommen.

Kann ich Berichte aus Seller Central weiterhin kostenlos herunterladen?

Ja. Manuelle Berichts-Downloads in Seller Central waren nie Teil des Plans, und Verkäufer, die die API nur für ihr eigenes Geschäft nutzen, waren ausgenommen.

Das Fazit

Die kostenpflichtige SP-API wurde innerhalb von etwa sechs Monaten angekündigt, kritisiert und abgesagt. Für Verkäufer ist das Ergebnis einfach: keine neuen API-Kosten, die du tragen musst, und ein guter Grund, jede Preiserhöhung zu hinterfragen, die damit begründet wird. Die Lehre daraus: Amazon kann die Wirtschaftlichkeit des Tool-Ökosystems schnell ändern. Wisse, was dein Stack kostet und was dir jedes Tool bringt.

Im Video oben siehst du meine erste Reaktion auf die Ankündigung. Abonniere @AmazonFBAGirl für laufende Berichte über Amazons Richtlinienänderungen.

Quellen

Abonniere meinen YouTube-Kanal

Auf YouTube zeige ich Live-Walkthroughs, Listing-Reviews und beantworte Verkäufer-Fragen. Videos auf Englisch mit deutschen Untertiteln.

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Das Tool hinter diesem Artikel

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Ekaterina Rubtcova — Amazon-Verkäuferin, Gründerin der Marke Daniks und von Daniks.AI

Geschrieben von

Ekaterina Rubtcova

Amazon-Verkäuferin seit 2018 · Gründerin der Kochgeschirr-Marke Daniks · Gründerin von Daniks.AI

Mein Daniks-Kochgeschirr ist Top-1 in Deutschland und aktuell Top-20 in den USA. Um die PPC dafür zu steuern, habe ich Daniks.AI gebaut — heute im Einsatz bei hunderten Amazon-Marken. In diesem Blog zeige ich, wie ich wirklich arbeite. Keine Kurse, keine Upsells.

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