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sellerboard Test: Profit-Tracking für Amazon-Verkäufer

Ekaterina Rubtcova 7 Min. Lesezeit

sellerboard

★★★★½ 4.5/5

Ab 19 $/Monat

sellerboard ist das Profit-Tracking-Tool mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Amazon-Verkäufer auf Amazon.de — pflichtnah ab dem zweiten SKU.

Pro

  • Echte Profit-Berechnung pro SKU mit allen Amazon-Gebühren in Echtzeit
  • Automatisches Erstattungs-Tool findet Amazon-Fehler und reicht Cases ein
  • Cashflow- und Liquiditätsplanung in einem Tool
  • PPC-Auswertung pro Kampagne und Keyword
  • Lagerbestand-Forecast mit Reorder-Alarm
  • Faire Preise: ab 19 $/Monat, deckt schon 1 Marketplace ab

Contra

  • Oberfläche optisch etwas angestaubt im Vergleich zu neueren Tools
  • DATEV-Schnittstelle nicht integriert (du brauchst zusätzlich taxomate o. ä. für Steuerberater-Übergabe)
  • Forecast-Genauigkeit für saisonale Produkte muss man selbst kalibrieren

Wenn du auf Amazon.de mehr als ein Produkt verkaufst und dein Profit pro SKU nicht automatisch berechnet wird, fliegst du blind. Das ist der ehrliche Stand. Amazon Seller Central zeigt dir Umsatz, FBA-Gebühren und Werbespend — aber nicht die wahre Marge nach Wareneinsatz, Versand, Importzoll, Verpackungslizenz, Retourenkosten und PPC.

sellerboard ist das Tool, das diese Lücke schließt. Ich nutze es bei Daniks seit 2019 und habe in dieser Zeit drei Konkurrenten getestet. Hier ist mein ehrlicher Test, ohne Affiliate-Glamour.

Was sellerboard ist

sellerboard ist ein Profit-Analyse- und Operations-Tool für Amazon-FBA- und -FBM-Verkäufer. Es zieht Daten aus deinem Seller-Central-Konto und berechnet dir in Echtzeit:

  • Profit pro Bestellung — nach allen Amazon-Gebühren, Werbungskosten, Refunds, Promotionen
  • Profit pro SKU über beliebige Zeiträume
  • Cashflow und Liquiditätsplanung über die nächsten 90 Tage
  • PPC-Performance pro Kampagne, Keyword und Sponsored-Ads-Typ
  • Lagerbestand-Forecast mit Reorder-Alarm basierend auf Verkaufsgeschwindigkeit und Lieferzeit
  • Erstattungen — automatische Erkennung von Amazon-Fehlern (verlorene Inventar, beschädigte Retouren, falsch berechnete Gebühren) und Submit-Tool für Refund-Cases

Für wen sellerboard passt

sellerboard passt zu dir, wenn:

  • Du verkaufst mehr als 2 SKUs — bei einem Produkt reicht Excel knapp, ab 2 SKUs wird’s schmerzhaft
  • Du willst echte Margen sehen, nicht nur Umsätze — wer „Umsatz minus Wareneinkauf” rechnet, übersieht 30–40 % seiner Kosten
  • Du brauchst Cashflow-Sicht — wann musst du wieder bestellen, wie viel Cash hast du in 30/60/90 Tagen
  • Du hast Erstattungs-Sets verloren — Amazon macht regelmäßig Fehler bei FBA-Inventar; sellerboards Erstattungs-Tool findet sie automatisch

sellerboard passt nicht zu dir, wenn:

  • Du sehr seltene Verkäufe hast (< 50 Bestellungen/Monat) — Excel reicht
  • Du primär PPC-Automatisierung suchst (siehe Daniks.AI — Vollständigkeitshinweis: gehört mir)
  • Du eine deutsche DATEV-Buchhaltungs-Schnittstelle brauchst (sellerboard hat keine; kombiniere mit taxomate)

Features im Detail

Profit-Berechnung pro SKU

Das Headline-Feature und der Hauptgrund, sellerboard zu kaufen. Du trägst pro SKU ein:

  • Wareneinkaufspreis (Cost of Goods, COGS)
  • Versand- und Importzoll-Kosten (anteilig pro Einheit)
  • Verpackungs- und Handling-Kosten (anteilig pro Einheit)
  • Anteilige Marketing- oder Photo-Kosten (optional)

sellerboard zieht dann automatisch:

  • Amazon-Verkaufsgebühr (typisch 15 %)
  • FBA-Versandgebühr (variiert nach Größe/Gewicht)
  • Lagergebühren (laufend + Long-Term)
  • Refunds und FBA-Reimbursements
  • PPC-Ad-Spend pro Bestellung (anteilig zugeordnet)
  • Promotion-Kosten

Ergebnis: echte Netto-Marge pro Bestellung, in Euro und Prozent, in Echtzeit aktualisiert.

In meiner Daniks-Praxis hat sellerboard mir gezeigt, dass eines unserer „guten” Produkte (laut Seller-Central-Dashboard) tatsächlich nur 6 % Netto-Marge hatte — nachdem PPC, Long-Term-Storage und Retouren eingerechnet waren. Ohne dieses Tool hätte ich das Produkt monatelang weiter gepusht, in der Annahme es liefe profitabel.

Cashflow-Planning

Das Modul, das viele Verkäufer übersehen. sellerboard prognostiziert:

  • Wann kommt die nächste Amazon-Auszahlung
  • Wie viel Cash brauchst du in den nächsten 30/60/90 Tagen für Nachbestellungen
  • Wie ist deine Liquiditätssituation, wenn du zwei SKUs gleichzeitig nachbestellen musst

Bei der Daniks-Skalierung hat dieses Modul mich vor einem Cashflow-Loch bewahrt: ich war kurz davor, zwei Container gleichzeitig zu bestellen — sellerboard zeigte mir, dass die Bargeldreserve nur für einen reichte, ohne die laufenden Amazon-Gebühren zu gefährden.

Erstattungs-Tool (Reimbursement)

Amazon macht regelmäßig Fehler bei FBA-Inventar:

  • Verlorenes Inventar — Bestände, die im Lager nicht mehr auffindbar sind
  • Beschädigte Retouren — Käufer schickt zurück, Amazon gibt es nicht zurück, vergisst aber dich zu entschädigen
  • Falsch berechnete FBA-Gebühren — passiert bei Größenklassen-Wechsel
  • Doppelte Refunds — Amazon erstattet Käufer, vergisst aber, dass das Produkt zurück kam

sellerboard scannt deine Reports automatisch nach diesen Fehlern und stellt einen vorbereiteten Erstattungs-Case zusammen, den du nur noch absenden musst. Die Erfolgsquote ist hoch — ich hab in den letzten 3 Jahren über sellerboard rund 4.500 € Erstattungen geholt, die ich manuell nie gefunden hätte.

Das Feature alleine rechtfertigt das Abo.

PPC-Auswertung

sellerboard zeigt PPC-Performance pro Kampagne, Anzeigengruppe und Keyword. Nicht in der Tiefe von Adtomic oder Daniks.AI — aber gut genug, um die ineffizienten Kampagnen zu identifizieren und zu pausieren.

Wer ernsthafte PPC-Automatisierung will, kombiniert sellerboard mit einem PPC-Tool. Wer nur Sichtbarkeit über die Performance haben will, reicht sellerboards eingebaute Auswertung.

Lagerbestand und Reorder

sellerboard prognostiziert deinen Lagerbestand auf 60–90 Tage und alarmiert, wenn ein Reorder fällig wird. Bei saisonalen Produkten musst du die Forecast-Logik manuell kalibrieren — die automatische Schätzung basiert auf historischen Verkäufen, was bei Saisonprodukten zu Über- oder Unterbestellung führen kann.

Preise

sellerboard hat vier Tarife (Stand April 2026):

  • Standard — 19 $/Monat — bis 3.000 Bestellungen/Monat, 1 Marketplace, Profit-Berechnung, Erstattungs-Tool, Lagerbestand-Forecast.
  • Professional — 29 $/Monat — bis 6.000 Bestellungen/Monat, 1 Marketplace, alle Standard-Features plus PPC-Auswertung und Cashflow-Planning.
  • Business — 39 $/Monat — bis 15.000 Bestellungen/Monat, 6 Marketplaces, alle Professional-Features.
  • Enterprise — 79 $/Monat — unbegrenzte Bestellungen, alle Marketplaces.

Mein Tipp: starte mit Professional. Cashflow-Planning und PPC-Auswertung sind den 10 $-Aufpreis wert. Wechsel zu Business, sobald du parallel auf Amazon.de und Amazon.com (oder Pan-EU) verkaufst.

Die Tarife laufen monatlich oder jährlich (10 % Rabatt bei Jahresabo).

sellerboard vs. Helium 10 Profits vs. Excel

Drei Optionen, die ich getestet habe:

  • Excel/Google Sheets — kostet 0 €, funktioniert für 1 Produkt. Bei 3+ SKUs verbringst du 4 Stunden/Woche damit, Amazon-Gebühren manuell einzutragen. Falsch geführte Excel-Sheets sind die Hauptursache für Insolvenz bei FBA-Anfängern.

  • Helium 10 Profits (im Helium-10-Suite enthalten ab 79 $/Monat) — gut, wenn du Helium 10 ohnehin für Keyword-Recherche nutzt. Schwächer als sellerboard bei Erstattungs-Erkennung und Cashflow-Planning.

  • sellerboard — fokussiertes Profit-Tool. Beste Erstattungs-Erkennung am Markt. Kein Keyword-Tool — kombinierst du mit Helium 10 oder Jungle Scout für Recherche.

Wo sellerboard schwächelt

Drei ehrliche Schwachpunkte:

  1. Oberfläche wirkt etwas angestaubt. Funktional ist alles da, aber das Design ist 2018 stehen geblieben. Wenn du visuelles Polish wichtig findest, sieh dir Sellerise als Konkurrent an — die haben moderneres UI, aber weniger Erstattungs-Power.

  2. DATEV-Schnittstelle fehlt. Wenn dein Steuerberater Daten in DATEV-Format braucht, brauchst du zusätzlich taxomate oder eine ähnliche Brücke. sellerboard alleine reicht nicht für die deutsche Steuerberater-Übergabe.

  3. Saisonale Forecast-Schwäche. Wer Weihnachts- oder Sommer-Saisonprodukte verkauft, muss den Reorder-Forecast manuell anpassen. Die automatische Logik überrechnet sonst.

FAQ

Was kostet sellerboard?

Ab 19 $/Monat im Standard-Tarif. Professional 29 $/Monat (mein Tipp für die meisten Verkäufer). Business 39 $/Monat. Jahresabos mit 10 % Rabatt.

Funktioniert sellerboard mit Amazon.de?

Ja, vollständig. Alle EU-Marktplätze werden unterstützt (DE, FR, IT, ES, NL, PL, etc.) sowie US, UK, JP, CA, AU.

Hat sellerboard eine DATEV-Schnittstelle?

Nein. Du brauchst dafür eine separate Brücke wie taxomate (siehe meinen taxomate-Test — kommt im nächsten Tool-Test-Update).

Gibt es eine Testphase?

Ja — 1 Monat kostenlos, ohne Kreditkarten-Pflicht. Lang genug, um die Profit-Berechnung und Erstattungs-Erkennung zu prüfen.

Ist sellerboard besser als Helium 10 Profits?

Für reines Profit-Tracking: ja. sellerboard hat die bessere Erstattungs-Erkennung, das bessere Cashflow-Modul. Helium 10 Profits ist okay, wenn du Helium 10 ohnehin zahlst und kein dediziertes Profit-Tool willst.

Endurteil

sellerboard ist das beste Preis-Leistungs-Tool für Profit-Tracking auf Amazon — speziell auf Amazon.de mit den komplexen Pan-EU-Kostenstrukturen. Ab dem zweiten SKU ist es praktisch Pflicht. Die Kombination aus Profit-Berechnung, Cashflow-Planung und Erstattungs-Erkennung bezahlt sich auf den meisten Konten innerhalb der ersten 6 Monate selbst — durch zurückgeholte Amazon-Reimbursements alleine.

Schwachpunkte sind real (Design, fehlende DATEV-Brücke, saisonale Forecast-Schwäche), aber für den operativen Verkäufer-Alltag handhabbar.

Den vollständigen Tool-Stack, den ich daneben fahre, findest du auf meiner Tools-Empfehlungsseite. Für die strategische Sicht: Amazon FBA Kosten 2026.

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Ekaterina Rubtcova — Amazon-Verkäuferin, Gründerin der Marke Daniks und von Daniks.AI

Ekaterina Rubtcova

Amazon-Verkäuferin seit 2018 · Gründerin der Kochgeschirr-Marke Daniks · Gründerin von Daniks.AI

Mein Daniks-Kochgeschirr ist Top-1 in Deutschland und aktuell Top-20 in den USA. Um die PPC dafür zu steuern, habe ich Daniks.AI gebaut — heute im Einsatz bei hunderten Amazon-Marken. In diesem Blog zeige ich, wie ich wirklich arbeite. Keine Kurse, keine Upsells.

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